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Qualitäts-Gütesiegel und neuer Eingang für das Diözesanmuseum

Dir. Dr. Wolfgang Huber mit Mitarbeitern.

Das St. Pöltner Diözesanmuseum erhält Anfang Oktober das Österreichische Museumsgütesiegel verliehen. Spätestens ab 2018 sollen die Schauräume des Museums durch einen neuen Eingang vom Domplatz aus auch barrierefrei erreichbar sein.

Der Diözesankonservator und Direktor des Museums, Dr. Wolfgang Huber, sieht in der Verleihung des Gütesiegels „auf jeden Fall eine Auszeichnung, weil doch mehrere Kriterien zu erfüllen waren“. Der Besitz des Museumsgütesiegels sei besonders für Förderungen von Bedeutung und auch eine gute Voraussetzung für weitere Unterstützungen.

Ziel des Österreichischen Museumsgütesiegels ist es, durch Errichtung von Mindeststandards im Museumswesen ein Instrument zur Qualitätskontrolle und -verbesserung zu haben. Verliehen wird es von den Dachorganisationen des Museumswesens in Österreich, ICOM-Österreich (International Council of Museums) und Museumsbund Österreich. Es gilt als öffentlicher Nachweis, dass das Museum eine Verantwortung zur Bewahrung des kulturellen Erbes übernimmt, Besucher eine qualitätsvolle Präsentation und ein Mindestniveau an Serviceleistungen erwarten können und das Museum, sein Träger und seine Mitarbeiter die „Ethischen Richtlinien für Museen“ anerkennen.

Das Diözesanmuseum befindet sich im ersten Stock des ehemaligen Klosterkreuzgangs neben der Domkirche. Es wurde 1888 gegründet und war das ers-te derartige Museum in Österreich. Die Bestände reichen von archäologischen Funden über historische Dokumente, Münzen und Medaillen bis zu Objekten der Malerei, Plastik und Kleinkunst aus allen Epochen. Schwerpunkt der umfangreichen Sammlung ist die sakrale Kunst in ihrer gesamten Vielfalt. In den Anfangsjahren war das Museum in den Räumen der ehemaligen Stiftsbibliothek untergebracht, mittlerweile wurde es um einige Räume erweitert.


Museumschef Huber weiß, „wie schwierig es ist, Leute herzubekommen“. Sind sie erst einmal da, sei die Begeisterung über das Gebotene meist recht groß. Die bis jetzt nicht zufriedenstellende Erreichbarkeit des Diözesanmuseums soll sich künftig ändern. „Unser Museum soll durch den neuen Eingang besucherfreundlicher werden.“ Über den künftigen „Diözesanzugang“ vom Domplatz, der 2017 entstehen soll, werden die Schauräume im ersten Stock dann auch mit einem Lift barrierefrei erreichbar sein, so Huber.
Bis Ende Oktober läuft die Sonderausstellung „Kirche und K... – Sakrale Ausstattungen zwischen Kult und Kunst“, die der Bedeutung sowie den Typen und Formen des sakralen Kulturgutes gewidmet ist. „Vor Weihnachten ist wieder eine Krippenausstellung geplant, wo neben Krippen auch Motive aus dem Weihnachtsfestkreis zu sehen sein werden“, kündigt Dir. Huber einen nächs-ten Museumsschwerpunkt an.  F. Bertl

Öffnungszeiten 2016

Bis 29. Oktober; Di. bis Fr., 9 – 12 und 14 –17 Uhr;
Sa. 10 – 13 Uhr; Mo., Sonn- und Feiertag geschlossen.      
Führungen: nach Vereinbarung. www.dz-museum.at
Im Rahmen der „Lange Nacht der Museen“ am 1. 10. ist auch das Diözesanmuseum ab 18 Uhr geöffnet. Dabei wird u. a. die spätgotische sogenannte „Rabensteiner Madonna“ präsentiert.