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Greifenstein: Vor 50 Jahren wurde die Kirche „Maria Sorg“ geweiht

Foto: Pfarre St. Andrä v. d. Hgt.

Am Marienfeiertag, 15. August, zelebriert Diözesanbischof Klaus Küng um 9.30 Uhr das Hochamt zum 50. Weihejubiläum der Kirche „Maria Sorg“ in Greifenstein. Bis 2014 war das Gotteshaus zur Unbefleckten Jungfrau und Gottesmutter Pfarrkirche, seit Aufhebung der Pfarre ist es Filialkirche.

Greifenstein war knapp ein halbes Jahrhundert selbstständige Pfarre – am 1. September 1965 errichtet und mit Wirkung vom 1. Mai 2014 wieder aufgehoben, weil bereits seit dem Jahr 2002 aufgrund der geringen Anzahl von Gläubigen, wie es im Pfarrbrief „AndreasBote“ heißt, kein Pfarrgemeinderat mehr gebildet werden konnte. Zuletzt zählte man in der Pfarre rund 500 Katholiken. Jetzt ist Greifenstein Teil des Pfarrverbandes St. Andrä vor dem Hagentale und Zeiselmauer.
Die zwischen 1953 und 1966 nach Plänen von Hans Petermair in dominanter Hochlage über der Donau errichtete Wallfahrtskirche verkörpert
architektonisch den in der Zwischenkriegszeit entwickelten Typus der „Gottesburg“ und symbolisiert vor allem mit dem wuchtigen Nordturm in Granitquadermauerwerk und zinnenbekröntem Zeltdach den wehrkirchenhaften Charakter. So wird die Kirche im Band „Kirchliche Kunst in NÖ“ von Wilhelm Zotti beschrieben.
Mit der Planung des Baus wurde schon 1949 begonnen. 1953 erfolgte auf dem Grundstück eines ehemaligen Steinbruchs der Spatenstich. Das Geld war knapp damals und so konnte erst im Jahr 1957 der Grundstein gelegt und weitergebaut werden. Die Weihe erfolgte am 8. Mai 1966 durch Bischof Franz Zak.

Namensgeber: „Maria Sorg“ im Erzgebirge

Die Pfarre Greifenstein am östlichsten Ausläufer der Diözese St. Pölten südlich der Donau wurde seinerzeit mit den Katastralgemeinden Altenberg, Greifenstein und Hadersfeld von der Pfarre St. Andrä v. d. Hgt. abgetrennt. Den Namen „Maria Sorg“ für die neue Kirche hat sich der damalige Pfarrer von St. Andrä, EDech. GR Josef Sturm, erbeten. Er stammte aus dem Erzgebirge in der ehemaligen Tschechoslowakei und wählte als Namensgeber den dortigen Wallfahrtsort „Maria Sorg“, der 1946 zerstört wurde.
Erster und zugleich letzter Pfarrer von Greifenstein war Professor Franz Krondorfer. Er wirkte 34 Jahre in der Donaupfarre als Seelsorger. Nach seinem Tod 1999 wurde Greifenstein mehrere Jahre von Zeiselmauer aus mitbetreut und ab 2012 von St. Andrä v. d. Hagentale. Be