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Christkönigssonntag – der Sonntag der Jugend

Rund um den letzten Sonntag im Kirchenjahr, den Christkönigssonntag, finden in vielen Pfarren in der Diözese St. Pölten Jugendmessen statt.

In vielen Pfarren werden traditionell rund um den letzten Sonntag im Kirchenjahr, am Christkönigssonntag, der heuer auf den 20. November fällt, Jugendgottesdienste gefeiert und mancherorts werden auch die Firmlinge vorgestellt. Zahlreiche der rund hundert Jugend­chöre der Diözese gestalten Messfeiern.

Hoch brisante Geschichte des Jugendsonntags

Die Geschichte des Jugendsonntags ist hoch brisant und politisch: Seit den 1920er-Jahren nämlich feierte die Katholische Jugend ihren Bekenntnistag am Dreifaltigkeitssonntag, also am Sonntag nach Pfings­ten. Als die Nationalsozialisten diesen Sonntag mit dem Reichssportfest belegten, wurde das Treuebekenntnis der Jugend durch Papst Pius XI. im Jahr 1925 auf den Christkönigssonntag verschoben – das war damals der letzte Sonntag im Oktober.
Die Katholische Jugend (KJ) wollte damit einen Kontrapunkt zum Führerkult setzen, indem sie den Christkönigssonntag mit einer neuen Bedeutung belegte. Die Botschaft der KJ war eindeutig: Alleiniger König der christlichen Jugend ist Christus. Gerade in früheren Zeiten wurde der Jugendsonntag mit Prozessionen und Fackelzügen begangen.
Das Christkönigsfest („Hochfest unseres Herrn Jesus Christus, des Königs der Welt“) ist ein Hochfest und beschließt seit der Liturgiereform 1970 das liturgische Jahr am letzten Sonntag vor dem 1. Advent. Das Fest wurde am 11. Dezember 1925 von Papst Pius XI. mit der Enzyklika „Quas primas“ eingeführt. Anlass war die 1600-Jahr-Feier anlässlich des Konzils von Nizäa. Bis zur Kalenderreform von 1970 war das Christkönigsfest am letzten Sonntag im Oktober.