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300 Jahre Pfarre Oed: Fußwallfahrt zur Mutterpfarre

zVg

Die Mostviertler Pfarre Oed ist 300 Jahre alt. Zum Jubiläum pilgerten die Oeder in die Mutterpfarre Sindelburg, um dort das Patrozinium „Johannes der Täufer“ mitzufeiern.


Die Stiftungsurkunde der Pfarre Oed ist datiert mit 2. Jänner 1716. Bis dahin war Oed ein Teil der Pfarre Sindelburg. Gründer der Pfarre Oed ist der Sindelburger Pfarrer Sigmund Engstler. Er stiftete aus eigenen Mitteln die Pfarre, erweiterte die Kirche und baute den Pfarrhof – und er hatte auch das Ernennungsrecht des Pfarrers. So bestimmte er als ersten Oeder Pfarrer seinen Neffen Mathias Engstler. Laut Sindelburger Pfarrchronik fand 1718 die letzte Taufe eines Oeder Kindes in Sindelburg statt.
Beim Jubiläumsmarsch überreichte der Moderator von Oed, Dr. Rupert Grill, dem Sindelburger Pfarrer Mag. Manfred Heiderer  als Gastgeschenk eine verkleinerte Replik des Bildes „Taufe Jesu“, das seit 1965 in Oed die Kirchenwand schmückt und davor Altarbild in Sindelburg war. Der frühere Pfarrer von Oed, Franz Neumeister, der zuvor auch Kaplan in Sindelburg war, hat es von Sindelburg erworben, da es dort nach Abtragung des Altares nicht mehr benötigt wurde. Nach Franz Neumeister hatte Oed immer wieder Moderatoren, die nicht vor Ort wohnten und mehrere Pfarren zu betreuen hatten.
Auf ihrem Weg zur Mutterpfarre wurden die Oeder Pilger beim „Winkelbauern“ von einer Sindelburger Delegation empfangen. Dort schlugen beide Pries-ter ein Kreuz als Erinnerung an diese Wallfahrt ein. An dieser Stelle, von der man man auf beide Pfarrkirchen sieht, soll eine Kapelle errichtet werden. Zur Festmesse vereinten sich die beiden Kirchenchöre, Ministranten und LektorInnen aus beiden Pfarren und teilten sich ihre Aufgaben.

Ehrungen beim Gottesdienst

Am Ende des Gottesdienstes wurde Ida Hintersteiner mit dem Hippolyt-Ehrenzeichen für 60 Jahre aktive Mitgliedschaft im Kirchenchor Sindelburg geehrt. Der Oeder Mesner Franz Fuchs erhielt einige Tage nach seinem 88. Geburtstag das Hippolyt-Ehrenzeichen in Silber für 50 Jahre Mesnerdienst, seine Tochter Grete Zölfel die bronzene Ehrennadel der Mesnergemeinschaft der Diözese für 15 Jahre Mesnertätigkeit
in Sindelburg.